Im Amt IV

Heute musste ich „ins Amt“. Wir hatten um eine Genehmigung angesucht, im Februar.
„Wie lange wird es denn dauern?“ fragte ich.
„Des konn i eana net sog´n“.
„Ja, ich weiß, aber so zirka, damit ich weiß, wann ich wieder nachfragen soll.“
„Se kriegen´s schriftlich.“
Im März war die Verhandlung.
„Da Bescheid kummt donn“
Im Mai ging ich nachfragen. [Weiterlesen...]

Im Amt III

„Im Amt“ wurde höflich gesprochen. Mit den Kollegen ebenso, wie mit den „Parteien“.

Natürlich sprachen sich die Herren Beamten mit dem Titel an. Guten Morgen Herr Regierungsrat, Habe die Ehre Herr Sektionschef,

Grüß Gott Herr Amtsrat…“ [Weiterlesen...]

Im Amt II

Dass man „Im Amt“ wunderbar mit dem Paternoster herumfahren konnte, das habe ich schon erzählt. Aber kann man dort auch Rollerfahren?

Und ob, ich würde sogar sagen: Nirgendwo kann man so gut Rollerfahren, wie „Im Amt“.

Das Amt meines Vaters hatte unglaublich lange Gänge. Es war auch ein ganz besonders großes Amt. Ein ganzer Amtsblock. Und so lief der Hauptgang einmal rundherum.

Keine Rede damals von Brandabschnitten oder Brandabschnittstüren… Alles offen. Nur vor den Hauptstiegen, bei den Paternostern, waren schwingende Flügeltüren.

Ausgesprochen unpraktisch. Man stelle sich vor, ein Beamter trägt gerade einen Stoss Akten von einem Stock in den anderen. Eine Hand hat er unter dem Stoß, und mit der anderen hält er oben die Aktendeckel zu, damit nichts herausfallen kann. [Weiterlesen...]